• Jürgen Grosche

Djerba – mehr als Pauschaltourismus

Updated: Jun 1, 2019


Die tunesische Insel Djerba ist bei Touristen sehr beliebt. Strand, Meer und Sonne ziehen Millionen Urlauber auf die Mittelmeerinsel. Immer mehr von ihnen entdecken aber auch die kulturellen Schätze, zum Beispiel das kleine Städtchen Erriadh im Herzen der Insel. Der Ort ist bekannt für seine jüdische Kultur und für seine Designhotels und exklusiven Gästehäuser. Seit einigen Jahren lockt Erriadh mit einer weiteren Spezialität: Djerbahood – ein Street Art-Projekt, das viele Besucher fasziniert, ob Kunstkenner oder einfach nur Sucher nach dem Besinderen.

Der Initiator des Projektes, Mehdi Ben Cheik, Besitzer der Paris Galerie Itinerrance, hatte fast 100 Street Art-Künstler aus der ganzen Welt eingeladen, die Häuserwände mit ihren Kunstwerken zu verzieren. Die Dorfbewohner akzeptierten das und machten sogar mit. So bettet sich das Projekt harmonisch in die gegebene Struktur ein, wirkt nicht aufgesetzt. Die orientalische Architektur mit ihren Rundbögen stellte eine besondere Herausforderung an die Street Art-Künstler.

Ben Cheik wählte die Insel bewusst. „Hier lebten und leben drei Religionen friedlich beisammen. Das ist ein besonderer Kontext für die Street Art“, sagt der innovative Kunstschaffende. Und es hat tatsächlich seinen Reiz, ein Street Art-Gemälde nach dem anderen zu entdecken, dabei die Bewohner des Ortes kennenzulernen und zum Abschluss vor poppigen Fotomotiven einen Minztee oder einen leckeren tunesischen Kaffee zu nippen. Mehr dazu unter www.djerbahood.com