• Jürgen Grosche

Die Tom Yam-Suppe

Vorneweg: Wer es nicht spicy mag, muss das unbedingt sagen. Ein Löffel voll hat mir den Spaß an der Suppe verdorben, die ich vorher zusammen mit Prasong Thaochan kochen durfte. Aber für den Koch aus Phuket/Thailand war das noch harmlos, ebenso für manche Mitreisende aus Deutschland. Mir hingegen kam es vor, als hätte mir jemand einen Flammenwerfer in den Hals gesteckt und voll angezündet.



Für Prasong ist es aber überhaupt kein Problem, die gleiche Suppe auch nicht scharf zu kochen – man muss es ihm halt nur sagen. Seit Oktober dieses Jahres leitet er als Küchenchef das Omu im maledivischen Resort Vakkaru. Den Schwerpunkt legt er auf die südostasiatische Küche mit ihrer die Sinne betörenden Vielfalt an Gewürzen, Geschmäckern und Gerüchen.



Viele Zutaten baut er im Organic Garden der Hotelanlage selbst an: Koreander und Basilikum – süß und scharf –, Passionsfrucht und Minze, Manglak und Zitronengras und natürlich Curry, das in vielen asiatischen Gerichten verwendet wird. Viele davon landen in der Tom Yam-Suppe, die wir in der offenen Küche des Omu zubereiten dürfen.

Unglaublich für einen Koch-Laien, wie ich es bin, was sich so alles in einer einzigen Suppe findet: Kaffernlimette und das Ingwergewächs Galgant, rote Zwiebeln, Pilze, Tomaten, Koreander und saisonal Limonensaft, Fischsoße, gerösteter Chili und und und.



Schon als Kind lernte er das Kochen lieben, unterrichtet von seiner Mutter. In Phuket arbeitete er dann als Koch. Es folgten Stationen in Thailand und den Malediven, bis es ihn ins Vakkaru Maldives zog. Er lehrt seine vier Mitarbeiter, nicht nur auf die Qualität der Produkte zu achten, sondern auf die Gäste zu hören. Die müssen allerdings auch sagen, was sie wollen, und halt deutlich betonen: NICHT scharf ...

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